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News | Aktuelles 2016

Eine zweite Chance für die Pechmarie

Frau Holle alias Nektarios (von links) nimmt Celina in der Rolle als Goldmarie in ihre Dienste auf.
Emek Erez bastelt mit ihrem Sohn Cem ein buntes Kekshäuschen.
In gemütlicher Runde bei netten Gesprächen buken die Gäste Stockbrot am herrlich warmen Lagerfeuer.

Weihnachtliche Klänge tönen sanft aus Lautsprechern, ein Weihnachtsbaum funkelt, alles ist festlich geschmückt, im Garten prasselt ein Lagerfeuer: In der DRK Kita Löwenzahn ist wieder Weihnachtsmarkt-Zeit. Auf dem Programm stehen Spannendes, aber auch Gemütliches, Kreatives und Leckeres für Klein und Groß.

Auftakt und zugleich Höhepunkt des fröhlichen Festes ist die Aufführung des Theaterstücks „Frau Holle“ nach dem gleichnamigen Märchen der Gebrüder Grimm. Vier Wochen lang hatten 12 Kinder im Alter ab zwei Jahren das Stück unter der Leitung von Nino Kindermann und Marlene Schütze eingeübt. Gespannt sitzen die kleinen und großen Zuschauer in der Turnhalle. „Gleich kommen die Theaterkinder“, flüstern sich die Kinder gegenseitig zu.

Endlich begrüßt Kita-Leiterin Valeska Absi die Gäste.  Schnell muss noch der verspätete Apfelbaum in die Requisite geschickt werden, dann geht es los. Was folgt, ist ein Theaterstück mit allem, was dazu gehört: Eine selbst als Erzählerin und Regisseurin mitwirkende Nino Kindermann, kleine Darsteller mit vor Lampenfieber leisen Stimmchen, Musik, Spannung, Improvisation und ein paar Mini-Schauspieltalente. In Abwandlung der Originalfassung gibt es allerdings eine entscheidende Änderung: Am Ende des Stücks wird die Pechmarie begnadigt und muss nicht den Rest ihres Lebens mit Pech am Körper verbringen. Vielmehr teilt Goldmarie mit ihr all das Geld, das sie von Frau Holle für ihre Dienste bekommen hat. Und nicht nur die Pechmarie, sondern auch das Publikum darf sich über die goldenen Schokotaler freuen.

„Unsere eigene Version erschien uns kindgerechter und beinhaltete zudem den Gedanken des Teilens“, erklärt Nino Kindermann, die selbst in ihrer Kindheit erste Erfahrungen mit dem Theaterspiel sammelte und sich noch heute an ihre erste Aufführung erinnern kann. „Was zählt, ist die Erfahrung, die begleitet die Kinder ein Leben lang“. Deutsche Märchen sind für Kindermann ein wichtiges Kulturgut, das sie den Kindern der Einrichtung, die nicht selten einen Migrationshintergrund haben, nahebringen möchte. Theaterspielen trage zudem zur Sprach- und Persönlichkeitsentwicklung bei.

Im Anschluss an die Theateraufführung ließen sich die Gäste im Garten Kinderpunsch, leckere Plätzchen und frisches Popcorn schmecken. Publikumsmagnet aber war wieder einmal das Lagerfeuer, an dem fleißig Stockbrot gebacken wurde. Wer satt war, konnte kleine Kekshäuschen mit Leckereien verzieren oder Mandalas malen. Kita-Leiterin Valeska Absi zieht eine positive Bilanz: „Ein bisschen vorweihnachtliche Unruhe und Aufregung gehören einfach dazu“, schmunzelt sie. Ein gelungener Jahresabschluss, finden alle, die das Glück hatten, dabei zu sein.

 

DRK trauert um Paul Lindsay

Immer mittendrin: Bei seinen Kinderkonzerten begeisterte Paul Lindsay temperamentvoll und mit immer neuen Liedern kleine und große Early-English-Fans.

Der Kreisverband Bielefeld des Deutschen Roten Kreuz (DRK) trauert um Paul Lindsay. Der aus Belfast stammende Liedermacher, Komponist, Sänger, Musik- und Englischlehrer ist im Alter von 63 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. „Wir trauern um einen großartigen und charismatischen Menschen, der es wie kein zweiter verstanden hat, Klein und Groß für die englische Sprache zu begeistern. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und seiner Familie“, sagt DRK Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus.

Lindsay entwickelte das Early English Programm, an dem seit 2009  rund 450 Kinder aus allen Bielefelder DRK Kitas teilnehmen. Bundesweit sind es mehr als 5.000 Kinder im letzten Kindergartenjahr, die spielerisch und mit viel Spaß Lieder und erste Redewendungen in englischer Sprache lernen. „English is easy, English is fun“ – der Musiker lebte diesen Leitsatz, dem er auch eines seiner ersten Lieder widmete. Jährlich traf er sich mit den Verantwortlichen in den Kitas – stets dabei seine Gitarre. Bei diesen sogenannten „Brush ups“ griff der Ire neue Ideen, Spiele und Lieder der Erzieherinnen und Erzieher auf und entwickelte diese gemeinsam weiter. „Manchmal haben wir sogar neue Lieder getextet und komponiert“, erzählt Projektleiterin Marita Gelbe-Kruse. „Die Begegnungen mit Paul waren immer inspirierend, einfach großartig“.

Seit 2013 besuchen die angehenden Schulkinder aller DRK Kitas als Höhepunkt und Abschluss des Early English Kurses das Annie und Alex-Musical.  Erzählt wird dabei die spannende Geschichte von Annie und Alex, die bei ihrer Reise durch das Rainbow Land viele Abenteuer erleben und stets die für die Kinder längst vertrauten Lieder im Gepäck haben. In den Jahren 2014 und 2015 gab Lindsay erstmals Kinderkonzerte vor allen kleinen Teilnehmern des Early English Programms. Zuletzt stellte er dort seine neueren, rockigen Lieder vor „weil die Eltern immer dabei sind, wenn die Kinder zu Hause Early English Songs hören“, erzählte Lindsay. In sein letztes Album ließ der sympathische Musiker auch musikalische Elemente der Beatles, von Led Zeppelin oder Elvis Presley einfließen.

Lindsay hinterlässt als Mensch eine große Lücke. Gelbe-Kruses letzter Wunsch gilt aber besonders dem leidenschaftlichen Musiker: „Vielleicht sitzt Paul ja jetzt gerade zwischen David Bowie und Leonard Cohen und genießt einfach die gute Musik“.

Zur Geburt des Sohnes Bäume gepflanzt - Bernd Krimp spendet für DRK Kita Löwenzahn

Fleißige Helfer: Jennifer und Bernd Krimp (mit Sohn Finnjas, von links) haben den ersten Baum für das neue Wäldchen der Kita Löwenzahn gepflanzt. Hassan (5), Nektarios (4), Valeska Absi (DRK) und Tilda (2) sorgen für die Bewässerung.

Mit der Spende eines kleinen Wäldchens für das Außengelände hat Bernd Krimp, Geschäftsführer der Firma JT Gebäudereinigung, die Kita Löwenzahn des Deutschen Roten Kreuz (DRK) überrascht. Anlass war die Geburt seines ersten Sohnes Finnjas Johannes. Der frisch gebackene Vater führt mit der Unterstützung der DRK Kitas eine lange Tradition der Familie Krimp fort, die von seinem Vater Johannes begründet wurde. Die Idee, ein Wäldchen anzulegen, gefiel ihm auf Anhieb: „Bäume pflanzen zur Geburt eines Kindes passt einfach“. Er wolle etwas von dem Glück, dass ihm wiederfahren sei, zurückgeben, sagt Krimp.

Kita-Leiterin Valeska Absi hofft, dass die Wildgehölze wie Hainbuche, Felsenbirne, Haselnuss und Feldahorn schon bald „zu einem bespielbaren Wald zusammenwachsen“. Das Außengelände der im Oktober 2013 eröffneten DRK Kita verfügt bisher über eine noch niedrige Bepflanzung. Mit dem Wäldchen sollen neue Spiel- und Erfahrungsräume für die Kinder entstehen,  wo man sich zum Rollenspiel treffen oder erste Kletterversuche unternehmen kann.

Der kleine Stammhalter zeigte sich übrigens wenig beeindruckt von dem Wirbel um seine Person und verschlief den Fototermin friedlich.

Vorschulkinder lernen Grundregeln gesunder Lebensweise - Ernährung, Bewegung und Entspannung mit Rick und Rack

Was gesund ist: Kalojan (vorne, von links), Joel und Arian sortieren Lebensmittel nach „Fitmachern und Schlappmachern“.
Pausen sind wichtig: Kalojan, Joel, Elena und Amira entspannen sich.

Dass frisches Obst und Gemüse oder Vollkornprodukte gesund sind und fit machen, weiß jedes Kind. Trotzdem landen immer wieder süße Müsliriegel oder Butterbrote mit Schokoaufstrich in den Frühstücksdosen der Kindergartenkinder. Damit sie und ihre Eltern mehr auf gesunde Ernährung achten, hat Sozialpädagogin Angelika Klepping das Projekt „Gesund und stark mit Rick und Rack“ entwickelt. Das Projekt vermittelt Kindern spielerisch die Bedeutung von Ernährung, Bewegung und Entspannung für ein gesundes Leben. In der DRK Kita Löwenzahn begeisterte es drei Wochen lang 11 Vorschulkinder.

Anhand der Geschichte über das Kindergartenmädchen Charlotte lernten die Kinder die sympathischen Körperracker Rick und Rack kennen. Sie leben in Charlottes Körper und fühlen sich schlapp und müde, da Charlotte am liebsten nur Süßigkeiten isst und zu Hause auf dem Sofa sitzt. Rick und Rack überzeugen Charlotte und die teilnehmenden Jungen und Mädchen, selbst für ihre Gesundheit aktiv zu werden.

Gemeinsam teilten sie Lebensmittel in „Fitmacher“ und „Schlappmacher“ ein und rechneten beispielsweise aus, wie viele Zuckerwürfel in einem Teelöffel Nutella enthalten sind. Die Kinder bauten eine Lebensmittelpyramide und erfuhren anhand von selbst gemischtem Müsli, selbst gebackenem Brot und Fruchtsaftschorlen, dass gesunde Sachen richtig lecker schmecken. 

Oft volle Terminkalender oder hoher Medienkonsum werden nicht selten zum Stressfaktor für die Kinder. Das Projekt zeigte ihnen mit Bewegungs-, Koordinations- und Entspannungsspielen, wie wichtig das richtige Maß von Aktivität und Ruhe für eine gesunde geistige, körperliche und kreative Entwicklung sind. Im Elternseminar lernten die Eltern werden die Themen des Gesundheitsprojektes und die Möglichkeiten der Integration in Familie und Freizeit kennen.

„Besonders die Diskussionen über ihr Frühstücksmenü und die Bewegungsspiele haben den Kindern großen Spaß gemacht“, resümierte Kita-Leiterin Valeska Absi. Auch die Vorschulkinder des kommenden Jahres dürfen sich auf den Besuch von Rick und Rack freuen. „Wir möchten das Projekt fest im Programm für unsere Vorschulkinder verankern“, sagte Absi.

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