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News | Aktuelles 2018

„Die Kita ist jetzt ein Vorschulkind“

Die Kinder der Theaterwerkstatt haben mit viel Spaß die Geschichte vom Wind und dem Löwenzahn erzählt.
So wie bei Tahir hatten die Kinder viel Spaß beim Topfschlagen unter freiem Himmel.
Abigail lässt sich von Erzieher Paul Brockhoff ein wunderschönes Schmetterlings-Gesicht malen.

Schöner hätten es die Erwachsenen nicht ausdrücken können. Bei den Vorbereitungen auf das Kita-Fest der Kita Löwenzahn des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hatte Hevin folgerichtig festgestellt: „Die Kita ist jetzt ein Vorschulkind“. Und tatsächlich hat die Einrichtung als jüngstes Mitglied der Kita-Familie des DRK Kreisverbandes Bielefeld jetzt ihren 5. Geburtstag gefeiert.

Kita-Leiterin Valeska Absi erinnerte an die Anfänge der dreigruppigen Einrichtung, in der 54 Kinder betreut werden, davon 16 im Alter von unter drei Jahren. „Wie der Löwenzahn hat sich auch die Kita in den vergangenen fünf Jahren mit dem Stadtteil verwurzelt“. Gegenwärtig befinde sich die Einrichtung auf dem Weg, als Familienzentrum zertifiziert zu werden. Und einen Ableger gibt es auch schon: Unter dem Namen „Löwenzähnchen“ startet Mitte Oktober in den Räumlichkeiten der Stadtteileinrichtung Helli eine Spielgruppe für Eltern mit Kindern unter drei Jahren, die noch keine Kita besuchen.

Kita-Kinder und ihre Familien, Nachbarn und Ehemalige waren gekommen, um gemeinsam zu feiern. Den Auftakt bildete das Theaterstück „Der Wind und der Löwenzahn“. Dieses hatte Nino Kindermann aus Anlass des Kita-Jubiläums selbst geschrieben. Die sprachpädagogische Fachkraft hat 2016 die Theaterwerkstatt als festes Angebot in der Kita etabliert. Einmal wöchentlich trifft sich eine feste Gruppe von Kindern, um ein Theaterstück einzustudieren, das im Anschluss aufgeführt wird. An der Jubiläums-Aufführung, die mit großem Applaus bedacht wurde, waren insgesamt 15 Kinder im Alter von zwei bis fünf Jahren beteiligt.

Das Löwenzahn-Team wurde mit sommerlichem Herbstwetter und wolkenlosem Himmel für seine Anstrengungen belohnt. Das liebevoll vorbereitete Programm konnte sich sehen lassen.

Unter dem Motto „Kindergeburtstag“ gab es Spiele für Klein und Groß wie Topfschlagen, ein Schneckenrennen und Kinderschminken. Alle, die in der Sonne entspannen wollten oder sich müde gespielt hatten, konnten sich bei Kaffee, Kuchen, frischen Würstchen vom Grill und einem von den Eltern gespendeten internationalen Buffet stärken. Die unbestrittenen Stars des Nachmittags aber waren „James Bond“ und „Ilja“. Zumeist vor Freude strahlend ritten die Kinder auf den Rücken der schwarzen und braunen Shetlandponys eine geführte Runde durch den Kita-Garten.

Zum Abschluss des Festes ließ Kita-Leiterin Valeska Absi Luftballons mit guten Wünschen für die Zukunft in den tiefblauen Herbsthimmel steigen. „Es hätte nicht schöner sein können“, lautet ihr Fazit. „Ich danke allen Kindern, Eltern, Gästen und vor allem meinem Team, die diesen schönen Kita-Geburtstag ermöglicht haben“.

 

Einen guten Start in unserer DRK Kita


Ein neues Kita-Jahr hat begonnen. Die ersten aufregenden Tage sind von der Eingewöhnung der neuen Kinder geprägt. Für viele Kinder war es die erste Trennung von zu Hause. Wir helfen den Kindern dabei, dass sie in unserer Kita „ankommen“ und sich wohlfühlen – jedes in seinem Tempo. Wir verfügen über gut ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher mit viel pädagogischer Erfahrung und Empathie. Daher sind wir zuversichtlich, dass die Eingewöhnung mit Unterstützung von Eltern und Familien gut gelingt.

Auch die älteren Kinder mussten sich wieder an den Tagesablauf mit seinen Regeln erinnern. So manches ist über die Ferien in Vergessenheit geraten. Daher ist der Beginn des Kita-Jahres für alle Kinder und Eltern, aber auch für die Mitarbeitenden eine aufregende Zeit.

Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrem Engagement unterstützen – bei Festen und Veranstaltungen, im Elternbeirat und mit Ihren guten Ideen. Wir haben für Ihre Fragen und Anregungen, aber auch für Sorgen, Nöte oder Kritik immer ein offenes Ohr.

Wir wünschen allen Kindern und ihren Familien einen guten Start ins neue Kita-Jahr!

 

Förderzentrum der Euro-Schulen baut Insektenhotel für Löwenzahn



In einer Kita, die Löwenzahn heißt, dreht sich selbstverständlich im Kinderalltag ganz viel um das spielerische Erleben und Verstehen von der Natur und die kleinen Löwenzähnchen sind vom Gekrabbel und Gebrummsel von Insekten besonders fasziniert. In dem naturnahen Kindergarten fehlte noch ein großes Insektenhotel, das hoffentlich viele Bewohner anzieht, die dann von den Kindern genauer „unter die Lupe“ genommen werden können.

Das Team des Berufsfeldes „Metall“ im Förderzentrum der Euro-Schulen hat dies als Anregung genommen, um unter Anleitung von Maik Grube für die Kita Löwenzahn ein Insektenhotel zu bauen. Vielfältige Materialen wurden verwandt um den „Wohnbedürfnissen“ der verschiedenen Insekten gerecht zu werden.

Tilda, Fiona und Leonardo unterstützten den Hausmeister der Euro-Schulen Ostwestfalen-Lippe mit seinem Team beim Aufstellen des Insektenhotels und konnten dabei auch gleich lernen, dass man vorsichtig sein muss, wenn man einen Nagel ins Holz schlägt, sonst leidet der Daumen.

In kleineren Ausführungen stehen die Insektenhotels inzwischen schon in vielen Gärten, manche haben auch eine besonders idyllische Heimat gefunden.

Sigrid Pieper, Euro-Schulen Bielefeld 

Von Freundschaft und Spaß mit der englischen Sprache

Annie und Alex alias Christina und Christoph Fliether erleben auf dem Spielplatz spannende Abenteuer.
Die Vorschulkinder der Kita Löwenzahn haben das Early English Musical besucht.

Laut und fröhlich geht es immer zu, wenn Annie und Alex zu Besuch sind. Sie sind die Helden der Geschichte, die rund 70 Vorschulkinder aus sieben DRK Kitas seit acht Monaten spielerisch an die englische Sprache heranführen. Als Höhepunkt und Abschluss des diesjährigen Early English-Programms spielen sie das Early-English-Musical. Erzählt wird die spannende Geschichte von Annie und Alex, die mit ihren Freunden bei ihrer Reise durch das Rainbow Land viele Abenteuer erleben.

Mit dabei sind natürlich die bekannten Songs aus dem Early English-Programm. „Ten little fingers“, „English is easy“ oder „Birthday Song“ – Man merkt, dass die DRK Kids nicht nur eine Menge Spaß beim Singen der Lieder haben. Sie können schon erstaunlich viel Englisch sprechen und auch verstehen. Deswegen bauen die Darsteller Christopher und Christina Fliether auch immer wieder englische Worte und Redewendungen in ihr Schauspiel ein, die sie dann sofort übersetzen.

Ein Vorgehen, das auch in den Einrichtungen des DRK Kreisverbandes Bielefeld angewendet wird. „Kinder lernen ganzheitlich und spielerisch“, erklärt Projektleiterin Marita Gelbe-Kruse. „Beim Early English arbeiten wir daher mit Gestik, Mimik, Musik und Bewegung“. Wie gut das funktioniert, kann man erkennen, wenn Alex den Kindern seinen Freund, das Pferd („horse“) vorstellt. Sein Fell ist… „brown!“ (rufen die Kinder), die Mähne „white!“ und die Punkte auf dem Fell „red!“ und „green!“. Alles richtig gemacht und weil es so schön war, singen alle „Beautiful colours“.

Wie im echten Leben gibt es auch bei Annie und Alex Streit, bis Theo aus dem Publikum schließlich vorschlägt: „Wollt ihr nicht Freunde sein? Freunde sind doch immer nett zueinander“. Das können die Schauspieler natürlich nicht unkommentiert lassen. „Wir müssen immer individuell auf die Kinder reagieren“, erzählt Christoph Fliether, „das ist in jeder Vorstellung anders“. Seit 2013 wird das Musical mit ihm als Hauptdarsteller bei den Bielefelder DRK Kitas aufgeführt. Im zweiten Jahr dabei ist seine Frau Christina Fliether: „Wir haben ja unseren Fahrplan im Kopf und wissen daher genau, wo wir hinwollen“.

Das Programm „Early English“ ist ein innovatives Lernkonzept für Kinder im letzten Kindergartenjahr bis zum Ende der 4. Klasse. Es wurde von dem Lehrer und Musiker Paul Lindsay entwickelt. Seit 2009 nehmen Kinder aus Bielefelder DRK Kitas im letzten Kindergartenjahr an dem Programm teil.

 

Oster-Zeit ist Bastel-Zeit

Sie benötigen Gipsbinde, Luftballons und Wasser.
Gipsbinde überlappend auf dem Ballon feststreichen.
Luftballon aus der Gips-Eierschale entfernen
Hier einige Dekorations-Ideen

Bald schon steht Ostern vor der Tür. Nicht nur Kindern, sondern auch Erwachsenen bereitet es Freude, wenn farbenfrohe Osterdekoration das Zuhause schöner macht. Diese gemeinsam mit den Kindern zu basteln, macht jede Menge Spaß! Und ganz nebenbei vergeht die Zeit bis zum Fest wie im Flug.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Kindern viel Freude mit dem Bastel-Tipp Ihrer DRK Kitas:

Osternest im Gips-Ei

Sie benötigen

  • Gipsbinde (aus der Apotheke)
  • Kleine Luftballons
  • Dekomaterial wie Ostergras, Moos, Rinde, Eier, Zweige, kleine Blumen, Osterdeko, …
  • Wasser

Vorbereitung

  • Gipsbinde in etwa 4 x 4 cm große Stücke schneiden
  • Wasser in ein Schälchen füllen
  • Dekomaterial bereitlegen

So geht´s

  • Luftballon zur gewünschten Größe aufblasen und verschließen
  • Gipsbindenstücke in Wasser tauchen und überlappend auf der unteren Hälfte des Luftballons verstreichen
  • Etwa drei bis vier Schichten übereinanderkleben
  • Etwa eine Stunde trocknen lassen
  • Luftballon entfernen, bei Bedarf vorher die Luft rauslassen (mit Schere den Knoten aufschneiden)
  • Die so entstandene Gips-Eierschale kann jetzt nach Lust und Laune befüllt und dekoriert werden.

Schon fertig!

 

„Und wenn sie nicht gestorben sind, …“

Bevor das Märchen erzählt wird, betrachten die Kinder - hier Antonius (6) gemeinsam mit Evelyn Dück - Bücher, um in der Ruhezeit „anzukommen“.
Lily (4) und Leonardo (5) lauschen aufmerksam und konzentriert der Geschichte. Dabei haben sie es sich auf ihren Kissen gemütlich gemacht.
Marie (5) lässt beim Malen ihres eigenen Tischlein-deck-dich ihrer Fantasie freien Lauf.

Ruhig ist es, fast still. 12.45 Uhr an einem ganz normalen Donnerstag in der DRK Kita Löwenzahn. In der Turnhalle haben es sich Kinder der Grashüpfer-Gruppe auf Matten und mit ihren Kita-Kissen gemütlich gemacht. Es ist Ruhezeit und die Mädchen und Jungen sehen sich gemeinsam mit ein paar Erwachsenen Bilderbücher an. Julius ist in ein Polizeibuch vertieft und diskutiert angeregt mit Erzieherin Latoya Holms darüber, wofür Polizisten denn eine Pistole brauchen. Marie und Marc sind mit einem Wimmelbuch über den Zirkus beschäftigt, Antonius blättert zwischen den Seiten eines Verkehrsbuches und schaut sich ein Fahrrad genauer an.

Eines ist dennoch anders als sonst: Annika Bell und Evelyn Dück gestalten heute die Ruhezeit. Die Studentinnen des Lehramtes für Grundschule nehmen an dem Projekt „Wir erzählen – Sprachbildung und Sprachförderung auf neuen Wegen“ der Universität Bielefeld teil. 20 Studierende erhielten im Rahmen eines Workshops eine Basisschulung im Erzählen durch die Akademie Erzählkultur. Im Rahmen der berufsfeldbezogenen Praxisstudie, die im Bachelorstudiengang aller Lehramtsstudierenden der Universität Bielefeld verankert ist, kommen Bell und Dück seit November 2017 einmal wöchentlich in die Kita und erzählen den Kindern internationale Märchen. Für heute steht „Tischlein deck dich“ von den Gebrüdern Grimm auf dem Programm.

Evelyn Dück lässt ihren Blick in die Runde schweifen, bevor sie beginnt: „Es war einmal ein Schneider, der hatte drei Söhne…“. Gekonnt spinnt sie den Erzählfaden, beschreibt die undankbare Ziege, den Zaubertisch, den Goldesel, den habgierigen Wirt und wie dieser vom Knüppel aus dem Sack bestraft wird. Der Blick der Kinder ist scheinbar in weite Ferne gerichtet, man könnte eine Stecknadel fallen hören, so still und konzentriert lauschen sie der Geschichte. In das obligatorische Ende des Märchens stimmen dann aber alle mit ein: „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute“. 

Das  mit eigenen Worten Wiedererzählen der Geschichte gehört von Anfang an zum zentralen Ritual der Erzählstunden. Es entsteht ein lockeres Frage-Antwort-Spiel, in dem ganz spielerisch Begriffe erklärt werden, die die Kinder nicht kennen. Was ist ein Gasthaus? Was ein Wirt? Und was bedeutet eigentlich „verprügeln“? „Die Sprache der Märchen ist ein Sprachvorbild, das den Erfahrungsschatz der Kinder bereichert“, sagt Kita-Leiterin Valeska Absi. Den Kindern werde die Fähigkeit vermittelt, eine Sprache, die sie im Alltag nicht anwenden, auch aktiv zu gebrauchen. Zudem lernen sie konzentriert zuzuhören, sich beim Nacherzählen an viele Details zu erinnern und mit einem „roten Faden“ strukturiert zu erzählen. Beim abschließenden Malangebot entstehen weitere Sprachanlässe, um den neuen Wortschatz zu vertiefen.

Bis Ende Februar besuchen die Lehramtsstudentinnen noch regelmäßig die Kita Löwenzahn. Wenn es nach Kita-Leiterin Valeska Absi ginge, könnte das Projekt gerne fortgesetzt werden. Auch die Erwachsenen erinnerten sich gerne an die Faszination, die Märchen in Kindertagen auf sie ausgeübt hätten. „Es wäre doch schön, wenn die Eltern durch diese Erfahrung ermutigt würden, in den Familien erinnerte Geschichten zu erzählen“.

 

Forschungsprojekt: Türkisch lernen mit Roboterkind Nao

Keine Berührungsängste: Fiona (6, v. l.) und Hamza (5) begrüßen Nao. Forscher wollen herausfinden, ob sichd er Roboter als Sprachtrainer eignet. (Foto: Valeska Absi)

Er ist geduldig, hat keine schlechte Laune, wird nicht müde und behandelt alle Kinder gleich. Aber eignet sich der Roboter „Nao“ auch, um Kindern zwischen vier und sechs Jahren eine Zweitsprache zu vermitteln? Dieser Frage wollen Forscher mit dem Projekt „L2Tor“ (gesprochen El Tutor), an dem auch die Universität Bielefeld beteiligt ist, auf den Grund gehen. Die Abkürzung steht für „Second Language Tutoring using Social Robots“, das heißt Förderung des Zweitspracherwerbs mit Robotern. Seit Januar 2016 entwickelt eine Forschungsgruppe des Exzellenzclusters Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC) der Universität Bielefeld mit Projektpartnern aus der Türkei, den Niederlanden und Großbritannien Module, um die Sprachfähigkeiten und die Motivation von Kindern zu erfassen. Die Europäische Union unterstützt das Projekt bis Ende 2018 mit drei Millionen Euro.

Fast von Beginn an wirkt die DRK Kita Löwenzahn an der Praxisstudie mit. Nao – rund 60 cm groß, mit großen Lautsprecherohren und ähnlich aussehend wie das bekannte Michelin-Männchen – war schon einige Male zu Testzwecken in ihrer Kita. Sein Auftrag: Einer Gruppe von deutschsprachigen Kindern einige Worte in türkischer Sprache beizubringen. Für diese Aufgabe musste das Roboterkind sehr aufwendig programmiert werden. Denn Nao soll zukünftig nicht nur die Antworten der Kinder verstehen, sondern auch ihren Gesichtsausdruck und ihre Körperhaltung erfassen und interpretieren. Und er muss dann entscheiden, wie er darauf reagiert. 

Das Konzept soll sich auf jedes Sprachenpaar übertragen lassen. Kinder mit Migrationsunterricht könnten so zum Beispiel Deutsch lernen. Oder Vorschulkinder Englisch. In den laufenden Tests geht es zum Beispiel darum, Tiere in ihrer Umgebung kennenzulernen und die Tiernamen auf Türkisch wiederzugeben. Die Kommunikation erfolgt dabei über Übungen und einfache Bildergeschichten auf einem Tablet-PC.

Zudem wird untersucht, inwieweit sich Hand- und Armgesten des Maschinenwesens positiv auf das Lernen auswirken können. Für „tavuk“ (Huhn) wackelt Nao seitlich mit den Armen, für „maymun“ (Affe) kratzt er sich am Kopf. Pädagogische Fachkräfte der Kita beurteilen zudem aufgezeichnete Videosequenzen anderer europäischer Universitäten im Hinblick auf die Aufmerksamkeit der Kinder. Die so gewonnenen Erkenntnisse sollen in die zukünftige Programmierung einfließen.

Da Kinder heutzutage immer früher mit elektronischen Medien in Berührung kommen, seien ihre Erzieherinnen schon überrascht gewesen, dass die Kinder zunächst verhalten auf Nao reagiert hätten, erzählt Absi. „Bei der zweiten Begegnung waren sie schon viel entspannter und hatten offensichtlich Spaß“. Den Einsatz von Robotern kann sich die Kita-Leiterin bisher nur in einem eng umgrenzten Feld vorstellen. „In einer Eins-zu-eins-Situation, beispielsweise einer Lernwerkstatt, könnten sie hilfreich sein“. Bis Tablet-PCs pädagogisches Lernmaterial in Kitas ergänzen, dauere es sicher nicht mehr lange. „In der Kita müssen wir Medienkompetenz anbahnen – für Kinder gleichermaßen wie für Eltern“, ist Absi überzeugt. Echte Sinneserfahrungen für Kinder seien durch Technik nicht zu ersetzen und müssten daher weiterhin in großem Umfang stattfinden. „Gleichzeitig sollten wir herausfinden, welche technischen Hilfsmittel geeignet sind, um die Kinder bei ihren Lernerfolgen bestmöglich zu unterstützen“.

 

Was tun, wenn das Wetter schlappmacht?


Ja, es ist Winter, also eigentlich… Wenn man sich umhört, scheint dieser Winter allerdings einen besonderen Namen zu haben: „Mistwetter“. Was tun mit den lieben Kleinen, wenn es kalt ist und der Wind den Regen in Böen über die Straßen peitscht? Wenn es draußen früh dunkel und ungemütlich ist und überhaupt?

Schlechtes Wetter ist kein Grund, den lieben langen Tag oder gar ein ganzes Wochenende in der Wohnung zu verbringen. Wozu gibt es schließlich wetterfeste Kleidung und warme Stiefel? Daher das Wichtigste vorab: Raus mit Ihnen und Ihren Kindern an die frische Luft! Damit tun Sie sich selbst, besonders aber Ihren Sprösslingen richtig Gutes. Draußen spielen bei Wind und Wetter stärkt den Körper Ihres Kindes. Erkältungen drohen eher dann, wenn sich ihr Kind hauptsächlich drinnen aufhält und nicht abgehärtet ist. Von der Bewegung profitieren Knochen, Muskeln, das Gehirn, der Gleichgewichtssinn und die Durchblutung. Das gemeinsame Spiel im Freien macht Spaß und fördert das Miteinander. Und wie schön, wenn der Nachwuchs abends ausgeglichen, zufrieden und ausgepowert ins Bett fällt!

Ihnen fehlen die Ideen und der Spielplatz um die Ecke ist längst schon ein alter Hut? Ein Grund mehr, einmal den Park zu besuchen. Erklären Sie Ihrem Kind, wie sich die Natur im Laufe des Jahres verändert und warum der kleine See um die Ecke jetzt zufriert. Suchen Sie gemeinsam Stöcke, Steine, Regenwürmer und Schnecken im Wald. Denken Sie sich lustige Namen für Pfützen aus, bevor Sie mit Anlauf hineinhüpfen. Fangen und trinken Sie Regentropfen oder erfinden Sie Regenlieder. Gemähte Felder und Wiesen bieten jetzt viel Platz zum Toben oder zum Drachensteigen. Im Tierpark Olderdissen kann man auch im Winter viele Tiere bestaunen. Anschließend gibt es nichts Schöneres, als mit Mama und Papa nach einem Spaziergang oder Toben im Freien auf der Couch bei warmen Tee oder Kakao zu kuscheln und das Lieblingsbuch zu lesen.

Was aber tun, wenn es draußen stürmt, regnet oder schneit und die Welt mal wieder untergeht? Ein Klassiker: Mit Decken und Kissen, mit Tischen, Stühlen und Kommoden ein dunkles, geheimnisvolles Versteck bauen. Oder einen großen Karton nehmen, anmalen und anschließend ein gemeinsames Picknick im neuen Haus veranstalten. Die Sonne will sich nicht zeigen? Malen Sie sie doch mit Fingerfarben an die Fenster! Die meisten Kinder backen auch für ihr Leben gern – nicht zuletzt deshalb, weil man die Reste vom leckeren Teig am Rührlöffel und in der Schüssel anschließend immer abschlecken darf. Soll es etwas ruhiger zugehen, bieten sich Brettspiele an. Schlechtes Wetter ist auch ideal, um mal wieder eine Geschichte vorzulesen oder sich sogar selbst eine auszudenken. Malen, Basteln, mit dem Lieblingsspielzeug spielen – oft finden Kinder auch selbst eine Beschäftigung.

Fällt Ihnen und Ihrem Nachwuchs die Decke auf den Kopf? Bielefeld hat vieles zu bieten, das nicht immer teuer ist: Besuchen Sie die Sparrenburg, das Naturkundemuseum, die Kunsthalle, das Puppentheater oder das Bauernhausmuseum. Auf den Internet-Seiten finden sich häufig spezielle Angebote für Kinder und Eltern. Wer es sportlich mag, kann sich auf der Oetker-Eisbahn, im Schwimmbad, beim Bowlen oder auf verschiedenen Indoor-Spielplätzen austoben. Sie werden sehen, der Winter ist gar nicht lang genug, um alles auszuprobieren. Aber der nächste kommt bestimmt!

 

„Schulanfang konkret“: Für einen gelingenden Start in die Schule

In der Vorschulgruppe der Kita werden die Kinder auf einen guten Start in die Schule vorbereitet. Arbeiten Eltern, Kita und Grundschule zusammen, gelingt dieser besonders gut.

Die meisten Kinder können es gar nicht abwarten, endlich „groß“ zu sein und ein Schulkind zu werden. Es gibt aber auch Vorschulkinder, die dem Wechsel aus der Kita in die Grundschule ängstlich entgegensehen. Auch Eltern blicken gleichermaßen mit Stolz, aber auch mit Sorge auf ihre Sprösslinge, ob diese der neuen Situation und dem Schulalltag gewachsen sein werden. Die Gestaltung des Übergangs von der Kita in die Grundschule ist daher von entscheidender Bedeutung für den Bildungs- und Lernerfolg eines Kindes.

„Die Erfahrung zeigt: Wenn Eltern, Kita und Grundschule den Schulstart gemeinsam vorbereiten, gelingt dieser besonders gut“, sagt Kita-Leiterin Valeska Absi. Aus diesem Grund beteiligt sich die Kita Löwenzahn des Deutschen Roten Kreuz (DRK) bereits zum zweiten Mal an dem Projekt „Schulanfang konkret: Eltern und Kinder lernen und spielen gemeinsam“. Das Projekt will zum einen die sprachlichen, mathematischen, motorischen und sozialen Kompetenzen von Vorschulkindern fördern. Zugleich dient es dazu, den interkulturellen Dialog zu intensivieren, indem Kinderspiele aus verschiedenen Kulturkreisen vorgestellt und erprobt werden, die vielfältige Sprachanlässe bieten.

Konkret besuchen die Eltern gemeinsam mit ihren Kindern insgesamt sechs Veranstaltungen rund um das Thema Schulstart in der Hellingskampschule. „Es ist völlig unerheblich, ob die Kinder tatsächlich später zur Hellingskampschule gehen“, erklärt Absi. „Es geht vielmehr darum, eine Grundschule und die Lehrkräfte möglichst unkompliziert kennenzulernen“. Zum einen wird viel Wissenswertes vermittelt, um Eltern und Kinder fit für die Schule zu machen. Besonders an diesen Terminen sei, so Absi, dass Eltern immer gemeinsam mit ihren Kindern etwas spielen. „Das ist wertvolle gemeinsame Zeit, die zugleich Ängste abbaut, die Kinder in ihrer Persönlichkeit stärkt und mutig macht für den Übergang in die Schule“.

Gemeinsam mit der Evangelischen Kindertageseinrichtung Ziegelstraße, der Kita Villa Wundervoll und der Hellingskampschule bildet die DRK Kita Löwenzahn einen Kooperationsverbund. Dieser wird von der Stadt Bielefeld und der Universität Bielefeld unterstützt. Seit September 2016 haben im Rahmen des Projektes bereits sechs Studierende für das Lehramt an Grundschulen einmal pro Woche die Vorschul-AG der DRK Kita Löwenzahn begleitet. Ihre Erfahrungen bringen sie in die Vorbereitung der sechs Eltern-Kind-Veranstaltungen ein. Diese finden jeweils zwischen September und Juni des letzten Kindergartenjahres vor der Einschulung statt. Am 30. Januar 2018 steht  von 14.30 bis 16 Uhr der nächste Themennachmittag auf dem Kalender. Dann wird es um ein gesundes Schulfrühstück und rund um den richtig gepackten Schulranzen gehen. Am 20. Februar soll gemeinsam experimentiert werden.