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Kita-Kinder voltigieren - Mehr Mut und Selbstwahrnehmung mit „Lucy“

Es gehört schon etwas Mut dazu, sich auf dem Sattel des sich bewegenden Ponys umzudrehen. Leonardo (6) hat es geschafft.
Leonardo (6) gehört zu den ganz Mutigen, die sich trauen, mit Hilfe von Erzieherin Ruth Dohna auf dem Pony Lucy zu stehen.
Havin (5) war zunächst sehr ängstlich, traut sich aber dann doch, sich auf den Rücken des Ponys zu hocken. Applaus gibt es für diese Leistung von Erzieherin Ruth Dohna.
Rolle rückwärts vom Rücken des Ponys: Während Erzieherin Diana Lehmann (v. l.) dafür sorgt, dass Lucy stillsteht, wird Ahmed (6) von Erzieherin Ruth Dohna und Reitlehrerin Jasmin Mohrmann unterstützt.

Seit ein paar Monaten gibt es bei einigen Kindern der Kita Löwenzahn des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) nur noch ein Thema: Pferde. An zehn Terminen durften 18 Mädchen und Jungen einmal in der Woche ihren Mut und ihr Können beim Voltigieren beweisen. Möglich gemacht hat dieses besondere Angebot für Kinder ab fünf Jahren eine neue Kooperation des Familienzentrums mit dem Reit- und Fahrverein Vilsendorf.

Bevor es mit dem Training losgeht, steht erst einmal die Pflege des Ponys „Lucy“ auf dem Programm. Die Norweger Stute ist den Umgang mit Kindern gewohnt und bleibt entspannt, wenn sie erste Versuche beim Striegeln, Bürsten, Hufauskratzen und Aufzäumen unternehmen. Von Mal zu Mal werden die Mädchen und Jungen mutiger und trauen sich fast alle an das für sie dann doch sehr große Tier heran. Nach einer spielerischen Aufwärmphase, die turnerische Übungen beinhaltet, dürfen die Kinder auch aufs Pony und in verschiedenen Übungen mit Unterstützung von Reitlehrerin Jasmin Mohrmann ausprobieren, was sie schon alles können. 

Begleitet werden sie dabei von den Erzieherinnen Ruth Dohna und Diana Lehmann. „Sie vermitteln den Kindern Sicherheit und ermuntern sie, sich in jeder Stunde ein bisschen mehr zu trauen“, erzählt Kita-Leiterin Valeska Absi. Während es für die einen schon ein Erfolg ist, sich rückwärts auf den Rücken des Ponys zu setzen, sind andere besonders mutig und stehen dort mit ausgestreckten Armen, während Lucy sich im Schritt vorwärtsbewegt. Einige schaffen es sogar, eine Rolle über den Rücken des Tieres zu machen und sind sichtlich stolz auf ihre Leistung. „Wir resümieren am Ende jeder Einheit, wer was geschafft hat“, berichtet Absi. „Manche Kinder sind im Laufe der Reitstunden sichtlich gewachsen“ Das neu gewonnene Selbstvertrauen mache sich gerade bei den eher zurückhaltenden Kindern auch im Kita-Alltag bemerkbar.

Soziale Kompetenzen wie das Einhalten von Regeln und Verantwortungsbewusstsein gegenüber einem Tier sind nur ein paar der weiteren positiven Effekte, die das Voltigieren mit sich bringt.  Zudem verbessert es die Selbstwahrnehmung, wirkt sich positiv auf den Gleichgewichtssinn und die Koordination aus und erhöht die Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit. Schaut man in die strahlenden Gesichter der Kinder, ist aber ganz klar: Vor allem macht es richtig Spaß.

Im kommenden Jahr startet wieder ein Kurs zum Thema „Voltigieren und Pferdepflege“ im Familienzentrum Kita Löwenzahn. Informationen unter Telefon 05 21 - 329 908 60.

 

 

 

„Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ - Sprach-Kitas präsentieren sich beim Markt der Möglichkeiten

Simone Grzegorz, Marita Gelbe-Kruse (DRK Kita Heeper Strolche), Hanne Holtkamp (DRK Kita Bullerbü) und Marlene Schütze (DRK Kita Löwenzahn) präsentieren ihre Ideen zu Theater-AGs, geschlechterneutralem Spielzeug, verständlicher Sprache und Zusammenarbeit mit den Eltern.

26 Sprach-Kitas von neun verschiedenen Kita-Trägern haben ihre Erfolgsmodelle im Rahmen des Bundesprogramms „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ bei einem „Markt der Möglichkeiten“ präsentiert. Mit sechs Kitas war das Deutsche Rote Kreuz (DRK) am stärksten vertreten. Eingeladen waren pädagogische Fachkräfte aus Kitas, Grundschulen und Ausbildungsschulen für Erzieher*innen. Elternratsmitglieder, Trägervertreter*innen und Verantwortliche für Kitas in Jugendämtern und Behörden aus Ostwestfalen-Lippe. An Informationsständen konnten sich Besucher*innen über Ideen zur praktischen Durchführung in Kitas informieren und austauschen. Konkret präsentiert wurden Anwendungsbeispiele zur alltagsintegrierten sprachlichen Bildung, zur inklusiven Pädagogik sowie zur Zusammenarbeit mit Familien.

Theater-AGs werden gleich in zwei DRK Kitas angeboten: In der Kita Löwenzahn und in der Kita Heideblümchen kreieren die Kinder Kostüme und Bühnenbild selbst, beschäftigen sich intensiv mit der Geschichte des Stücks und führen dies vor einem größeren Publikum auf. Mit Vorlese-Spiel-und-Bastel-Angeboten für Kinder und Eltern während der Abholzeit und einem „Gruppentierrucksack“ will man in der Kita Abenteuerland alltagsintegrierte Sprachbildung und die Zusammenarbeit mit Eltern intensivieren. „Was das Kind mit dem Gruppenstofftier am Wochenende erlebt, schreiben die Eltern in ein Buch. Das Kind erzählt von den Erlebnissen des Tiers am Montag im Morgenkreis“, erläutert Hedwig Werner, Fachkraft für Sprache, das Konzept.

Mit geschlechterneutralem Spielzeug, Puppen mit dunkler Hautfarbe oder Geschichten ohne klassische Familienkonstellationen hat die Kita Heeper Strolche das Thema Inklusion in den Fokus gerückt. Erwachsene sollen zudem für einen Sprachgebrauch auf Augenhöhe mit ihren Kindern sensibilisiert werden. Das Konzept für ihre rund 1.000 Kinderbücher umfassende Leihbibliothek präsentiert die Kita Weltweit. Die Kinder können sich anhand einfacher Symbole in 12 verschiedenen Kategorien wie „Natur“ „Märchen“ oder „Fremdsprachen“ orientieren. Bücher darf ein Kind pro Gruppe am Wochenende ausleihen und zu Beginn der nächsten Woche davon erzählen. Die Bücher werden dabei eingescannt und automatisch erfasst. „Damit führen wir die Kinder spielerisch an die Abläufe in der Stadtbibliothek heran“, sagt Erzieherin Claudia Wittbrock. Auch die Kita Bullerbü wendet dieses Konzept an.

Für das Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) werden im Zeitraum von 2016 bis 2020 Mittel im Umfang von bis zu einer Milliarde Euro zur Verfügung gestellt. Damit können insgesamt rund 7.000 zusätzliche halbe Fachkraftstellen in Kitas und in der Fachberatung geschaffen werden.

Link: https://sprach-kitas.fruehe-chancen.de

 

 

 

„Socken für Soziales“ – Erfolgreicher Aktionstag beim DRK in Bielefeld

Wie viel Engagement bewirken kann, zeigte die DRK Kita Löwenzahn mit einer rund um die Kita gespannten Wäscheleine mit gespendeten Kleidungsstücken.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Bielefeld hat sich am ersten Aktionstag des Roten Kreuzes in Westfalen-Lippe zur Kleiderspende beteiligt und viele der Bielefelder*innen sind dem Aufruf „Socken für Soziales“ gefolgt. „850 Kilo mit gebrauchter, gut erhaltener Kleidung für Kinder und Erwachsene sowie Spielzeug wurden für den guten Zweck gespendet“, freut sich DRK-Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus. „Ein Teil dieser Kleidung und das Spielzeug kommen unseren ehrenamtlich geführten DRK Kaufläden zugute. Dort versorgen wir beispielsweise wohnungslose oder geflüchtete Menschen mit Kleidung“. Den nicht mehr so kleidsamen Rest verkaufe das DRK an Recyclingunternehmen, die die Kleidung weiterverarbeiten, zum Beispiel zu Putzlappen. Die Erlöse aus dem Verkauf nutze man zur Finanzierung von sozialen Projekten des DRK Kreisverbandes Bielefeld. „Wir danken allen Spender*innen sehr herzlich!“

Zur guten Stimmung rund um „Socken für Soziales“ hat auch das Rahmenprogramm beigetragen, mit dem die teilnehmenden DRK Kitas auf die Aktion aufmerksam machten: In den DRK Kitas Lummerland und Löwenzahn wurden von den Eltern Muffins gebacken, die an den Aktionstagen auf der Straße überreicht wurden. Die DRK Kita Weltweit veranstaltete ein Elterncafé zum Thema Kleiderspende und verteilte Kleidersäcke an Passanten auf der Straße. Welche Bedeutung Kleiderspenden haben, wie diese verwendet werden und welche Aufgaben das DRK dabei wahrnimmt, lernten die Kinder der teilnehmenden Einrichtungen in Morgenkreisen und speziellen Veranstaltungen. In der DRK Kita Löwenzahn etwa wurde eine Wäscheleine rund um die Kita gespannt, an der die Kinder die gespendeten Kleidungsstücke aufhängten.

Das DRK in Bielefeld unterhält drei DRK Kaufläden in den Stadtteilen Mitte, Heepen und Brackwede. Die Spenden können direkt dort abgegeben oder in die DRK Kleidercontainer eingeworfen werden. Die Öffnungszeiten der DRK Kaufläden finden sie hier: http://www.drk-bielefeld.de/spenden/kleiderspende

 

 

 

Socken für Soziales - Mach Mit!


Wir wünschen allen Kindern und Familien ein glückliches und gesundes Jahr 2019!